Joomla! erlaubt übersichtliche Bilderverwaltung und detaillierte Rechtevergabe

In unserem Übersichtsbeitrag zum Thema Content-Management-Systeme haben wir die drei wichtigsten Vertreter ihrer Zunft, WordPress, Joomla! und TYPO3, kurz und knapp vorgestellt. Heute wollen wir Ihnen Joomla! etwas näher bringen. Und falls Sie sich eher für WordPress interessieren: auch dazu haben wir einen Beitrag für Sie verfasst.

Detaillierte Rechtevergabe für Teams und Foren

Mit Joomla! lassen sich mithilfe der sehr detaillierten Rechtevergabe für jeden Anwender genau festlegen, auf welche Bereiche des Systems der jeweilige Benutzer zugreifen darf. Damit kann man beispielsweise bestimmen, wer neue Plugins (Erweiterungen) installieren darf und wer einfach nur Texte schreiben soll. Das macht eine Joomla!-basierte Webseite sehr sicher. Allerdings ist das Erstellen von Inhalten deutlich umständlicher als beispielsweise mit WordPress. Daher ist Joomla! eher für kleinere Webseiten geeignet, deren Inhalte sich nur gelegentlich ändern.

Dateien hochladen und speichern wie unter Windows

Unter Joomla! werden Dateien (Bilder, Videos, etc.) ordnerbasiert gespeichert und verwaltet. Damit behält man stets den Überblick, welche Dateien sich in welchem Ordner befinden. Hierfür lassen sich auch eigene Ordner anlegen und somit eine logische Struktur schaffen. Das führt insgesamt zu einer übersichtlichen Medienverwaltung.

Keine Kommentarfunktion und keine Schlagworte

Neben der durchdachten Rechtevergabe und der komfortablen Dateistruktur weist Joomla! auch Schwachstellen auf. Dazu gehört zum einen die fehlende Kommentarfunktion, was das CMS für den Einsatz eines interaktiven Blogs im Grunde ausschließt. Zwar gibt es zu diesem Zweck Erweiterungen wie JComments, intuitiv und komfortabel ist das allerdings nicht. Das gilt genauso für die fehlende Schlagworte-Funktion, mit der sich Blogbeiträge mit sogenannten Tags versehen lassen. Auch hierfür gibt es zumindest passende Plugins.

Zudem kann das Aktualisieren eines bestehenden Joomla-Blogs eine echte Herausforderung darstellen, da sich ein notwendiges Update oft nur mithilfe manueller Eingriffe und viel Arbeit einspielen lässt. Daher kommt Joomla! für Technik unerfahrene Benutzer nicht in Betracht.

Für Bastler und Technikfreaks geeignet

Dank der modularen Erstellung von Templates (Designvorlagen) lässt sich das Aussehen einer Joomla-Webseite sehr individuell an die persönlichen Bedürfnisse anpassen. Hierfür stehen vordefinierte Inhaltselemente zur Verfügung, die sich dynamisch dem eigenen Template zuweisen lassen. Das Ganze basiert auf dem MVC Framework und dürfte damit Bastler und echte Webentwickler in Verzückung versetzen. Alle anderen Benutzer wohl eher nicht.

Michael Hülskötter
Michael Hülskötter schreibt im Blog von netclusive über alle Themen, die Technikfans interessieren. Er hat langjährige Erfahrung als Blogger und berichtet hier regelmäßig über IT-Lösungen und Themen aus der Cloud.

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