Content is (still) King: Marketing-Trends 2017

Liebes Christkind,
für 2017 wünsche ich mir großen Erfolg im Content Marketing. Legst du mir eine Strategie unter den Baum?

Dein Christian

 

Lieber Christian,

mit folgenden Trends wirst du im nächsten Jahr zum Content-King:

24-Stunden-Content – ich bin dann mal weg

Schwups, da ist das Video auch schon weg! So kann es sich anfühlen, wenn ein Follower seinem Lieblingsblogger bei Snapchat oder Instagram folgt. Denn ein neuer Trend lebt von „Kurzweiligkeit“: Per Snapchat oder Instastory lassen sich Kurzvideos generieren, die exakt 24 Stunden sichtbar sind, dann verschwinden sie gänzlich von der Bildfläche. Auch Facebook zieht hier gerade nach und testet „Day“, eine Messenger-Funktion, deren Inhalte sich nach einem Tag automatisch löschen.

Der Vorteil: Kurz, schnell und auf den Punkt – dieses Prinzip ist ganz im Sinne der heutigen Zielgruppen und deren Medienkonsum-Präferenzen. Daher wird diese Form der Kommunikation im Jahr 2017 auch für Unternehmen immer relevanter. Die Botschaften gelangen in kürzester Zeit vom Sender zum Empfänger und können eine immense Reichweite erzielen. Sie sind weder aufdringlich, noch langatmig … sie poppen auf, werden gesehen und verschwinden dann in den Tiefen des World Wide Web.

Gefragt ist, was (sich) bewegt

Bewegtbild ist nach wie vor einer der Spitzenreiter zur Vermittlung von Werbebotschaften. Videocontent beansprucht ca. 70 Prozent des gesamten Online-Traffics in Deutschland. Video-Blogger, Influencer und YouTuber gelten dabei als die Pop-Stars der Branche. Insbesondere junge Generationen folgen ihren Vorbildern im wahrsten Sinne des Wortes überall hin – ob in den virtuellen Supermarkt oder zum Sight-Seeing nach New York. Aus diesem und weiteren Gründen sollten Unternehmen unterschiedlicher Branchen Influencer-Marketing mit in ihre Strategien einbeziehen.

Aber auch für die mehr oder weniger klassische Unternehmensvideo-Kommunikation („Behind the scenes“-Stories, Video Tutorials, Kundenportraits etc.) gilt: Emotional und unterhaltsam, aber informativ und möglichst ohne Verkaufscharakter sollte der Empfänger die Botschaften auf dem Schirm haben. Dann klappt’s auch mit den Klickraten.

Virtual Reality – wenn Werbung lebt

Sie laufen durch Parks, passieren U-Bahn-Stationen, erkunden öffentliche Plätze und viele weitere Standorte: Pokemon-Go hat die Massen in Bewegung gesetzt. Ein Phänomen, das beweist, was die „Erweiterung der Realität“ im Marketingsegment buchstäblich bewegen kann.

Für Unternehmen unterschiedlicher Branchen – wie beispielsweise für Anbieter im Techniksektor, aber auch in der Immobilien-, Food- und Unterhaltungsbranche – lohnt es sich, einen intensiven Blick durch die Marketingbrille in die dreidimensionale Welt zu werfen. Die Technologien sind verfügbar und mittlerweile immer ausgereifter, massentauglicher und anwenderfreundlicher.

Ob zu Schulungszwecken, als Verkaufstool und vieles mehr – VR-Technologien öffnen die Tür zur Emotion des Rezipienten und damit zu neuen Business- und Werbemodellen. Marken, Services und Produkte werden förmlich erlebbar – die Identifikation auf Kundenseite steigt. So lässt sich die Customer Journey gezielter steuern und verkürzen.

Content Advertising – Werbung im Deckmantel

Content-Marketing boomt – und mit ihm ein Überangebot an Inhalten. Zusätzlich sinkt die organische Reichweite auf Social-Media-Plattformen wie Facebook, Twitter & Co. Es gilt daher: Content muss zum einen relevanter und zum anderen gezielter beworben werden. Sichtbarkeit ist das A und O. Nahezu „unsichtbar“ mogelt sich analog dazu gerade ein neuer Werbetrend dazwischen: Native Advertising.

Und wie funktioniert’s? Es handelt sich um Sponsored Posts, die unauffällig als Anzeige gekennzeichnet, aber als redaktioneller Inhalt „getarnt“ sind. Sie fügen sich optisch und thematisch so geschickt in das Umfeld der Website ein, dass die Grenzen zum redaktionellen Beitrag fließend sind. Native Advertising vermittelt somit keine Werbebotschaften, sondern bietet relevante und nützliche Inhalte. Diese Art der „Werbung“ ist auf die Zielgruppe zugeschnitten, behindert nicht den Lesefluss und wird demnach als natürliches Element wahrgenommen. Werbung und Content verschmelzen zu einer Einheit.

Native Advertising wird auch 2017 weiter Fahrt aufnehmen, denn gemäß der Studie „Native Advertising in Europe to 2020“ von Yahoo diese Form der Werbung bis 2020 mehr als die Hälfte der online gespielten Werbeformate ausmachen.

 

Lieber Christian, der Mix macht’s …

Merke: Die klassischen Marketing- und Informationskanäle sind überfüllt, ausgereizt und oftmals austauschbar. Gehe daher neue Wege und richte dich dabei nach den Bedürfnissen deiner Zielgruppen. Bleibe vor allem immer in Bewegung und kombiniere die richtigen Tools und Kanäle miteinander.

Dann hast du gute Chancen, das Zepter als Content-King in der Hand zu (be)halten.

Alles Gute und bis zum nächsten Jahr!

Dein Christkind

David Remmler
Über 
David Remmler ist Marketing Manager bei der netclusive GmbH. In guten wie in schlechten Zeiten hält er zum 1. FC Köln, er mag die rote Asche des Tennisplatzes und er hat sich damit abgefunden, dass in seinen Skiurlauben immer schlechtes Wetter ist.

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