Von der Geschichte des Internets – 1995 bis heute

Der erste Teil zur Geschichte des Internets war den Anfangsjahren des Web gewidmet, also von der Entstehung des weltumspannenden Netzwerks bis zum Erscheinen des World Wide Web. Der heutige zweite Teil beschäftigt sich mit dem Boom des Internets in den 90er und 2000er Jahren sowie dem Entstehen des (mobilen) Internets, wie wir es heute kennen.

Dank der zahlreichen Webbrowser, die Mitte der 90er Jahre nach und nach entstanden, ergaben sich immer neue Anwendungsbereiche. Dazu zählten unter anderem bunt anmutende Webseiten, die schon sehr bald nicht nur Bilder enthielten, sondern auch Musikclips und kleine, briefmarkengroße Videos, die sich direkt auf einer Webseite abspielen ließen. Da schrieb man das Jahr 1995/96, und Netscape behauptete mit seinem Netscape Navigator die Marktherrschaft bei den Webbrowsern.

Neue Browser ermöglichten neue Anwendungen

Doch Netscape verschlief die aktuellen Webtrends und so setzte sich der Microsoft Internet Explorer zunehmend durch. Dadurch ermuntert kamen neue Browser dazu, die sich Opera, Firefox und Safari nannten, und dem Platzhirsch aus Redmond scheibchenweise Marktanteile abnahmen. Mitte der 2000er Jahre schlossen sich diese drei Browserhersteller zusammen und gründeten das WHATWG-Konsortium, das unter anderem für den Webstandard HTML5 zuständig sein sollte.

In dieser Zeit, kurz nach dem Platzen der Dot-Com-Blase, entstand das sogenannte Web 2.0, das eine neue Internetkultur ermöglichte. Diese sah vor, dass jeder Anwender Teil des Webs werden konnte, indem er zum Beispiel seinen eigenen Blog ins Leben rief, auf dem er mit geringem Aufwand Bilder, Musik und Videos veröffentlichen konnte. Damit war der Begriff des User Generated Content (UGC) geboren. Parallel dazu entstanden die ersten sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook, die ein wichtiger Teil der heutigen Internetkultur geworden sind.

Das mobile Internet bahnt sich seinen Weg

Auf der CeBIT 2009 wurde das mobile Internetprotokoll WAP zum ersten Mal vorgeführt, das Datenraten von 9,6 KB/s ermöglichte. Dies machte den Weg frei für das mobile Internet, wie wir es heute nutzen. Denn mit dem Erscheinen neuer Protokolle und Techniken wie GPRS, UMTS, HSDPA und LTE ließen sich mobile Webseiten und andere Internetdienste immer besser und schneller nutzen – wie ihre Pendants im stationären Web.

Erste mobile Geräte wie das IBM Simon oder der Nokia Mobile Communicator zeigten schon vor 20/30 Jahren, wo die Reise hingeht. Allerdings fehlte damals noch die passende Technik und die nötige Infrastruktur. Doch dann stellte 2007 ein gewisser Steve Jobs das Apple iPhone vor, mit dem das mobile Internet auf einmal salonfähig wurde und es zu boomen begann. Mittlerweile gibt es alleine in Deutschland rund 30 Millionen Anwender, die mit ihrem Smartphone ins tragbare Web drängen. Und ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht.

Michael Hülskötter
Michael Hülskötter schreibt im Blog von netclusive über alle Themen, die Technikfans interessieren. Er hat langjährige Erfahrung als Blogger und berichtet hier regelmäßig über IT-Lösungen und Themen aus der Cloud.

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