Die wichtigsten Cloud-Dienste im Vergleich

Cloud-Dienste gibt es mittlerweile so viele, dass es kaum gelingen kann, die Übersicht zu behalten, was welcher Service leistet, ab wann es kostet und wie es mit dem Datenschutz bestellt ist. Daher haben wir uns die wichtigsten Anbieter angesehen und nennen deren Stärken – und Schwächen.

Ob OneDrive von Microsoft, Apple iCloud oder der bekannte Cloud-Dienst Dropbox – alle am Markt verfügbaren Onlineservices bieten einen ähnlichen Leistungsumfang. Doch wie sieht es in den Disziplinen „Datenschutz“, „Bedienerfreundlichkeit“, „Preis-Leistung“ und Co. aus? Wir haben es uns angesehen.

Die Platzhirsche: Microsoft OneDrive, Dropbox, Apple iCloud

Microsoft OneDrive: Der seit Windows 8 in das Betriebssystem integrierte Cloud-Dienst von Microsoft lässt sich sehr gut bedienen, da innerhalb der Systemumgebung gespeicherte Daten automatisch synchronisiert werden. Bis 15 GB ist OneDrive kostenlos, die Integration von Office-Anwendungen ist ebenfalls ein großes Plus. Sicherheit wird dank SSL beim Datentransport und AES 256 bei der Speicherung auf dem Server groß geschrieben. Das größte Manko ist beim Datenschutz zu sehen: Microsoft garantiert nicht die Speicherung auf EU-Servern, zudem hält sich Microsoft das Recht vor, auf die Kundendaten zugreifen zu dürfen.

Dropbox: Der bekannte Cloud-Dienst bietet im Basispaket gerade mal 2 GB kostenlosen Speicher, den man auf bis zu 16 GB erweitern kann, indem man Freunde für Dropbox wirbt. Die Sicherheitsstandards sind sehr hoch, allerdings bietet Dropbox keine EU-Server für einen BDSG-konformen Datenschutz. Die Bedienung ist einfach und übersichtlich, für nahezu jede Plattform gibt es Apps. Office-Anwendungen werden nicht unterstützt, was sich aber laut Dropbox ändern soll.

Apple iCloud: Jeder Mac-Anwender hat seine eigene Cloud-Umgebung, die iCloud. Dort lassen sich Dokumente, Fotos und Musik ablegen, aber auch Termine und Kontakte werden darüber synchronisiert. In Sachen Sicherheit kann iCloud nur bedingt überzeugen, da die Daten lediglich mit AES 128 verschlüsselt werden. Zudem gibt es keine iCloud-Server in Europa, was aus Datenschutzsicht kritisch sein kann. Standardmäßig bekommt jeder iCloud-Anwender 5 GB Speicherplatz geschenkt, die 99 Cent für 50 GB pro Monat sind eher überschaubar.

Die Newcomer: Cubby und Livedrive

Cubby: Der US-Cloudanbieter stellt dank Werbemöglichkeit bis zu 25 GB kostenlosen Datenspeicher zur Verfügung, danach kosten 100 GB etwa 3,50 Euro pro Monat. Dafür bekommt man die Möglichkeit, sämtliche Ordner zeitgleich zu synchronisieren, und das über mehrere Rechner hinweg. Sicherheit schreibt Cubby dank SSL und AES 256 sehr groß, das europäische Datenschutzgesetz wird allerdings nicht berücksichtigt. Schön ist auch die ausgefeilte Dokumentenhistorie, die bearbeitete Texte und andere Daten unbegrenzt speichert.

Livedrive: Mit Livedrive steht ein Cloud-Dienst aus UK zur Verfügung, der gute Sicherheitsstandards mit einem ausgezeichneten Preis-Leistungsverhältnis paart. Das Angebot lässt sich 14 Tage lang kostenlos testen, danach kosten 100 GB etwa 28 Cent, was unschlagbar günstig ist. Leider steht der Service nur in Englisch zur Verfügung, dafür ist der Support sehr gut. Der Datenabgleich zwischen Rechner und Livedrive-Server geschieht vollautomatisch, hierfür steht ein eigener, leicht zu bedienender Browser zur Verfügung. Livedrive ist für Windows und Mac OS X zu haben, darüber hinaus gibt es für iOS, Android, Windows Phone und Blackberry die passenden Apps.

Michael Hülskötter
Michael Hülskötter schreibt im Blog von netclusive über alle Themen, die Technikfans interessieren. Er hat langjährige Erfahrung als Blogger und berichtet hier regelmäßig über IT-Lösungen und Themen aus der Cloud.

2 Kommentare

  1. Rudolf

    17. September 2016 - 16:40
    Antworten

    So ganz klar bin ich mir nicht, ob ich alles richtig verstanden habe, mein System, meine Daten auf CD brennen zu lassen, scheint wohl aber etwas veraltet zu sein. Ich glaube da gilt es etwas zu ändern

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